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Schlagwort: Finanzpolitik - Debattenprofis

Debattenschau 05. November

Beckman diskutiert: “Kann jeder Mensch zum Mörder werden?

Wie viel Ackerflächen sollen für Biosprit eingesetzt werden? Die FAZ resümiert die Debatte: “Das Biosprit-Dilemma. Die EU revidiert die Expansion beim Biosprit, die Bundesregierung sieht das noch ganz anders und frönt dem „Bodenrausch“. Der ökologische Wertewiderspruch ist offenkundig.”

Homeschooling: „Wir wollen die Schulen nicht abschaffen, sondern fordern
das Recht, auf sie zu verzichten zu können“. Zur internationalen Konferenz der Homeschooling-Bewegung. DRadio, 01.11.

In der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) diskutieren am 6. November Jens Berger (NachDenkSeiten, Berlin), Gerhard Schick (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) un d Dorothea Siems (Die Welt, Berlin) über “Diktatur der Banken: Welche Auswirkungen hat diese starke Berücksichtigung der Märkte auf die Demokratie insgesamt und speziell auf die Entscheidungen über den Euro und die Struktur der gemeinsamen europäischen Finanzpolitik? Sind die politischen Entscheidungsträger/innen nur Getriebene der Märkte?”

Medizin-Transparent berichtet über “HPV-Impfung: nüchterne Fakten statt hitziger Diskussionen”.

Die Nachdenkseiten rezensieren das Buch “Vorsorgelüge. Wie Politik und private Rentenversicheurngen uns in die Altersarmut treiben”. Die Autoren behaupten:

“Für mehr als 80 % der Beitragszahler sind die Wunderwerke von Walter Riester und Bert Rürup ein Verlustgeschäft.”

Bei Jauch: “Kostenfaktor Oma – wird Pflege unbezahlbar?

Aus dem Bundestag: Die SPD-Fraktion will eine „europäische Harmonisierung im Datenschutz auf hohem Niveau sicherstellen“. Mehr Datenschutz und Rechtssicherheit.

Auf dem Prüfstand:  Für und Wider der Bologna-Reform. Auf 3Sat.

Ein streitbares Jubiläum: War die Kritik am Insektizid DDT, mit dem Rachel Carsons vor 50 Jahren mit ihrem Beststeller Silent Spring weltweite Berühmtheit erlangte, gerechtfertigt? NovoArgumente erzählt die “wahre Geschichte”.

Online-Petition 36130: Für ein verbrauchssteuerbasiertes Finanzierungsmodell. Aus der Begründung für die ‘Konsumsteuer’:

Die Haushalte und Steuersysteme der skandinavischen Länder zeigen klar die Vorteile eines Steuersystems mit hohen Verbrauchsteuern und niedriger Einkommensbesteuerung.  Aktuell zeigt der Streit um die Legalität des Aufkaufens von Daten von Steuerflüchtlingen und die hohe Erfolgsquote dieser Maßnahmen, wie tiefgreifend Steuerflucht in unserer Gesellschaft ist. An der Gerechtigkeit von Verbrauchssteuer kann weder arm noch reich viel kritisieren.
Da man sich unabhängig vom Einkommen diesen Steuern nicht entziehen kann und gleichzeitig die Einnahmen mit der Konsumneigung dem Wirtschaftswachstum folgen, ergibt sich eine stabile und optimal wirtschaftsverträgliche Steuerbemessung.

Ebenfalls aus den Petitionen: Für ein Verbot der Massenimpfungen gegen Kinderkrankheiten. #36345

Ein “Plädoyer für eine Algorithmen-Ethik”. In der FAZ. Und davor auch bereits in der Technology Review (“Google braucht eine Schiedstellte”: nur im Print)

Aquila-Urteil: Nach der gerichtlichen Verfolgung von Geologen, die in der Vorhersage des Erdbebens versagt hatten, hat ist eine weltweite Diskussion in Gang gekommen.  Hier: Der Blog von Roger Pielke Jr.: Legal Liability for Bad Scientific Forecasts? Siehe auch der Guardian.

Im MDR: Wie soll der Erhalt deutscher Verkehrswege finanziert werden? Brauch es eine City-Maut?

Fischöl-Kapseln schlucken? Oder besser nicht? Der Guardian gibt Antwort.

Wann kommt die Singularity? Kommt sie überhaput? Stuart Armstrong hat einen Vortrag am Singularity Institute in San Francisco gehalten und berichtet darüber auf seinem Blog Practical Ethics.

Sparen beim Strom: Täuscht Umweltminister Altmaier die Öffentlichkeit, wenn er behauptet, dass private Haushalte mit kleinen Maßnahmen 30 Prozent Strom sparen können?  Report Mainz checkt die Fakten.

Im SWR2 Forum: Thema verfehlt: Lehrt die Schule am Leben vorbei?

Nach der Steinbrück-Affäre oder Nichtaffäre: Total transparent – wollen wir den gläsernen Politiker? Thema bei Jauch.




Debattenschau 28.10.2011

Das Riesenthema der vergangenen Wochen: Kapitalismuskritik im Zuge von Finanzkrise und Occupy Wallstreet. Brauchen wir ein neues Finanzsystem? Fast zu groß zum diskutieren, diese Frage. Deshalb hier ganz klein heruntergebrochen: Welche persönliche moralische Verantwortung tragen Banker? Antworten gibt Richard Painter im University of St. Thomas Law Journal.

Helmpflicht für Radfahrer? Pro und Cons auf SPon.

Sollen alle Bürger verpflichtend darüber Auskunft geben, ob sie ihren Körper nach ihrem Tod für Organspenden zur Verfügung stellen wollen? Faz.net resümiert die Debatte bei Plasberg.

Was ist das Glück: Ist es messbar? Können Menschen beurteilen, wie glücklich sind sind? Aus der wunderbaren Serie “X Gründe..”: 5 Scientific Reasons Your Idea of Happiness is wrong. Auf Cracked.

Die Nation setzt sich mit der Frage auseinander, wie groß der politische Einfluss des neuen Food Movement in den USA einzuschätzen ist. Gern wird die Bewegung der Ernährungsbewussten ja damit kritisiert, dass es sich um ein Initiative einer Wohlstandsgesellschaft handelt – die an den wirklich drängenden globalen Problemen nicht interessiert ist und dieser auch nicht wird lösen können. So zum Beispiel der britische Umweltaktivist Mark Lynas in seinem neuen Buch The God Species: How the Planet Can Survive the Age of Humans oder Armin Grunwald in einem jüngst in Geo erschienenen Beitrag mit dem Titel Der kollektive Selbstbetrug: Warum es ein Irrglaube ist, dass bewusste Konsumenten Nachhaltigkeit erzwingen können.

Frances Moore Lappé hält in The Nation dagegen.  Serviert werden Fallgeschichten, die davon zeugen, wie sich die Umstellung auf nachhaltige Formen der Landwirtschaft unmittelbar auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Erzeugerindustrien auswirkt. Dazu kommt eine generelle Einsicht [DDET weiter …]

[T]he food movement’s power is that it can shift our sense of self: from passive, disconnected consumers in a magical market to active, richly connected co-producers in societies we are creating (…)  Corporatism distances us from one another, from the earth—and even from our own bodies, tricking them to crave that which destroys them—while the food movement celebrates our reconnection.

As the food movement stirs, as well as meets, deep human needs for connection, power and fairness, let’s shed any notion that it’s simply “nice” and seize its true potential to break the spell of our disempowerment.[/DDET]

Ein neuer Bericht von Foodwatch bringt Bewegung in die Debatte über den Zusammenhang von Spekulation & Nahrungsmittelpreisen. Die Zeit berichtet. (Siehe auch: Harald Schumanns Beitrag zum Thema im Tagesspiegel.)

Eine Debatte zur Rentenreform in Deutschland gab es am 2. Oktober bei Jauch. Dabei wurde auch der Vorschlag von Herbert Henzler (Ex McKinsey) und Lothar Späth diskutiert, Zeitkonten-Modelle zu fördern, mit deren Hilfe Best Agers soziale Dienst leisten und und die gesammelten Stunden später, als Pflegebedürftige, selbst in Anspruch nehmen können.

Auf einem jüngst veröffentlichen Thesenpapier hat eine Runde prominenter Wissenschaftler zusammen getragen, “Wie die Wissenschaft Integrität und Qualität sicher kann”. Vorgeschlagen wird unter anderem:

  • Eindämmung der Publikationsflut
  • dauerhafte Grundfinanzierung
  • Forschende müssen ihre Forschungsanträge selbst schreiben

Ist das alles wirklich eine gute Idee? John Horgan nimmt im Scientific American die Verlautbarungen der qualitätsbewussten Kollegen sowie sowie das ebenfalls aus Deutschland stammende das Slow Science”-Manifest kritisch unter die Lupe.




Mangel an öffentlicher Diskussion Grund für Finanzkrise?

Matthias Goldmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, untersucht in einem im German Law Journal erschienen Aufsatz, wie gut unterschiedliche Regierungsformen in der Lage sind, mit Finanzkrisen umzugehen. Zur Diskussion stehen folgende Möglichkeiten:

  1. Autoritäre Regierungen können mehr Systemstabilität gewährleisten als Demokratien und sind deshalb auch in der Lage, mit Finanzkrisen besser umzugehen
  2. Wie gut eine Regierung Finanzkrisen bewältigen kann, hat mit der Regierungsform nichts zu tun
  3. Die stattgefundene Finanzkrise war die Folge eines Demokratie-Defizits auf nationaler und internationaler Ebene.

“The paper (…) looks into some of the causes of the crisis that have been identified in the literature. It shows that each of these causes can be understood as a lack of public reasoning. Indeed, I claim that there is an intrinsic relationship between the prudential regulation of financial markets and public reasoning. Public reasoning is destined to optimize decision-making under conditions of uncertainty, which is exactly what prudential regulation is about. This insight has important consequences for the design of the regulatory architecture and the interpretation and application of domestic and international law relating to financial market regulation. Enabling public reasoning should be the guideline for both in policy-making and legal interpretation.”

Liest sich ganz wie Werbe-Paper für die Organisation Financewatch.




Debattenschau 27.07.2011

Juliet Schor mach auf economics and society einen charmantenVorschlag, wie der wachsenden Staatsverschuldung und den Bankenkrisen in den westlichen Ländern begegnet werden könnte: Weniger arbeiten!

So what’s the alternative to slashing government programs, budget cutting, and more concentrated wealth at the top? The centerpiece of a new approach is to re-structure the labor market by reducing hours of work.

Die Maßnahme soll drei Wirkungen hervorbringen:

1. Senkung der Arbeitslosigkeit. Das, so Schor, hat auch in der Vergangenheit durch eine Reduktion der Arbeitszeit prima funktioniert. [DDET weiterlesen…]

Without the advances of a shorter workweek, vacation time, earlier retirement and later labor force entrance, the economies of the OECD would never have attained the “golden age” of high employment that prevailed after the1930s depression. Between 1870 and 1970, hours of work fell roughly in half. These countries have re-balanced the labor market by re-distributing work to make its allocation fairer. We need shorter hours because it is unrealistic to count on growth in GDP to absorb all this current and future “surplus” labor. Rich countries just never grow that rapidly. So the austerity economics that says work longer and retire later has it exactly wrong.[/DDET]

2. Senkung der Kohlendioxid-Emissionen [DDET (weiterlesen…)]

But even if GDP growth could solve the unemployment problem, it shouldn’t, because the cost in GHG emissions is prohibitive. North America and Europe have already blown their carbon budgets and until we re-structure energy systems, growth isn’t reconcilable with responsible emissions levels. Here too shorter hours of work provide a dividend. They are associated with lower ecological and carbon footprints. Countries that work more pollute more. That both because their scale of production is larger (the GDP effect) and because time-stressed households and societies do things in more carbon intensive ways than societies in which time is more abundant. Longer hours of work lead people to travel, eat, and live faster-paced lives, which in turn require more energy.[/DDET]

3. Mehr Zeit! [DDET weiterlesen…]

As a growing movement of “downshifters” attests, short hour lifestyles allow people to build stronger social connections, maintain their physical and mental health, and engage in activities that are creative and meaningful. Time is especially valuable in rich countries where material needs can be met for everyone, and deprivation is caused by mal-distribution of income and wealth.[/DDET]

Liegen die Grünen völlig daneben? Weniger Selbstbeschränkung, mehr technologische Innovation! Vielleicht auch Atomkraft. Mark Lynas wird in seinem neuen Buch “The God Species” seinen alten Öko-Idealen abtrünnig. Ben Pile rezensiert auf spiked!

Im Forum auf Spiegel Online: Gehört die Zukunft dem Elektroauto? Kann Europa die Euro-Krise stoppen?

Weniger Geld für die Behandlung von Alten? Ein Einführungs-Aufsatz zu Fragen der Rationierung im Gesundheitswesen von Edward Larson. Erscheint im Whittier Law Review.

Neu auf Debatepedia:

Does Pornography play a constructive role in sex?

James Surowiecki macht sich im New Yorker dafür stark, die in die US-Verfassung eingebaut Schuldenbremse, über deren Erhöhung derzeit so viel geredet wird, gänzlich aufzugeben.

Arbeitslosigkeit (trotz Wirtschaftswachstum) in den USA. Joshua Holland erklärt auf AlterNet wie die Superreichen Arbeitsplätze vernichten: Dadurch, dass so viel Geld sich in der Hand so weniger Menschen konzentriert, sinkt der der Konsum!

Consumer demand accounts for around 70 percent of our economic output. And with so much wealth having been redistributed upward through a 40-year class-war from above, American consumers are too tapped out to spend as they once did.

Gary Becker erklärt dagegen auf Hoover Digest, warum soziale Ungleichheit vorteilhaft sein kann – indem sie Leute anspornt, stärker zu arbeiten, besser bezahlt zu werden und einen höheren Lebensstandard zu erreichen.




Debattenschau 04.07.2011

Der European bricht eine Lanze für mehr staatliche Überwachung von Ratingagenturen.

Ethanol: Lösung oder Problem? In der NYT.

Aus den USA: Sollten Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, dazu verpflichtet werden, sich vorher ein Ultraschallbild des Embryos anzuschauen? Auf Debatepedia.

Gary Becker und Richard Posner diskutieren den Facharztmangel in den USA.




Debattenschau 23.06.2011

Im Politischen Feuilleton im Deutschlandradio: Wie soll der Streit über den Militäreinsatz in Libyen geführt werden? Sollen wir darüber diskutieren, ob Krieg als letztes Mittel der Auseinandersetzung legitim oder ist er – wie Pazifisten meinen – in jedem Fall abzulehnen ist? Reinhard Mohr meint: Radikalpazifistische Positionen

“wie die von Margot Käßmann helfen bei konkreten Konflikten nicht weiter”.

Soll die EU den Stromverbrauch privater Haushalte mit stärkeren Auflagen belegen? Daniel Wetzel meint: Nein. Denn:

“Private Haushalte sind nur für ein Viertel des Stromverbrauchs verantwortlich.”

In der Welt.

Der Bundestag wird auf Antrag der Linken eineinhalb Stunden über eine neue Bankenabgabe diskutieren sowie, auf Antrag von CDU/CSU und FDP, über die Effektive Regulierung der Finanzmärkte.

Der Streit um die von der FDP vorgeschlagenen Steuersenkungen geht weiter. Zum Beispiel auf Zeit-Online.

Rudolf Hickel gegen den vorgeschlagenen “freiwilligen Gläubigerverzicht”, um den griechischen Staatsbankrott aufzuhalten. Im Freitag.

“Jobless recovery”: Die Gewinnzuwächse bei den Unternehmen basieren auf gesteigerter Arbeitsintensität. Anstatt zusätzliche Kräfte einzustellen, müssen die Angestellten in den USA stärker ran, behaupten Monika Bauerlein und Clara Jeffery in Mother Jones.

Führen Vegetarier ein ökologisch verantwortlicheres Leben? Lierre Keith attackiert in ihrem Buch “The Vegetarian Myth” die moralischen Argumente für den Fleischverzicht. Abbey Volcany fasst die Thesen zusammen antwortet auf Infoshop News.

Christian Barry diskutiert in einem Beitrag in Global Justice Theory Practice Rhetoric Immigration und Globale Gerechtigkeit.