Debattenschau 20.03.2012

In der Tagespresse:

  • Staatliche Kredite für Schlecker (weil die 12.000 Arbeitnehmerinnen, denen ansonsten gekündigt wird, eine Chance verdienen und nicht für das Missmanagement ihres Chefs haften sollen)?
  • Ende des Solidaritätspakt Ost (weil der Ruhrpott bedürftiger ist als der Osten)?
  • Praxisgebühr wieder abschaffen (weil die Statistik zeigt, dass die meisten Arztbesucher wirklich krank sind)?
  • Abschaffung des Ehegatten-Splittings (weil es unverheiratete Paare ungerechtfertigter Weise benachteiligt)?

Mindestlohn: Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland verdienen nach einer Studie der Universität Essen-Duisburg um die 6,50 Euro die Stunde. Die Zunahme des Billiglohns hat zu einem Vertrauensverlust in die Soziale Marktwirtschaft geführt, sagt der Ökonom Josef Wieland – und schlägt eine anpassbare Mindestlohnregelung vor. DRadio.

Nanopartikel: Verbraucherschützer fordern eine Kennzeichnungspflicht.

Kann die sanitäre Versorgung in Entwicklungsländern mit Hilfe von Mikrofinanzen von privaten Investoren gestemmt werden? Philip Mader vom Max Planck Institut für Gesellschaftsforschung hat zwei Fälle in Vietnam und Indien untersucht und verglichen.

Welchen Einfluss hat wissenschaftliche Politikberatung?

Experten gibt es, damit man ihrem Rat nicht folgen muss

– so ist die Rezension von Margret Krauls und Peter-Tobias Stolls Buch “Wissenschaftliche Politikberatung” in der FAZ übertitelt.

Im Deutschlandfunk kritisert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Harald Uphoff, die Energiepolitik der Bundesregierung. Zum gleichen Thema: Eine Besprechung des Buches “Stromwechsel”. Ebenfalls zum Thema Energiewende: die Debatte im European.

Tierschützer fordern Tiermast ohne Antibiotika. Nordrhein-Westfalen startet in diesen Tagen als erstes Bundesland eine Datenbank zur Dokumentation des Antibiotika-Einsatzes in der Geflügelmast.

Gleiche Regeln für die “Schattenbanken” wie für den regulären Bankensektor! Bundesbank-Vorstand Dombret im Deutschlandradio.

Auch im Radio: Motorsägen-Hersteller Rüdiger Sthil befürwortet das ACTA-Abkommen für den Schutz von Marken- und Patentrechten.

Sowie: die Debatte über das Buch “Der Kulturinfarkt”. HU-Präsident Olbertz warnt vor dem Bedeutungsverlust der naturwissenschaftlichen Fächer.

International: David Grusky macht im Boston Review Vorschläge zur Bekämpfung der Lohn-Ungleichheit. Eine Steuerreform, so Grusky, wird’s nicht richten. Denn:

The institutions that determine compensation are deeply distorted by the visible hand of entrenched and powerful interests.

Was bleibt ist eine politisch gesteuerte Vergütungsreform in der Finanzindustrie und anderen Höchstlohnbranchen.

Werbung, die sich an Kinder richtet, sollte eingeschränkt werden, fordert die UNICEF. Practical Ethics prüft die Forderung.

Auf Edge diskutieren Jonathan Haidt, Sam Harris und Michael Gazzaniga über die Zukunft und die Möglichkeiten einer naturwissenschaftlich fundierten Moralforschung.

Privacy: Ein Recht auf Löschung persönlicher Daten? Europäische Politiker haben ein solches vorgeschlagen. Wäre es auch mit der U.S.-Verfassung vereinbar? Robert K. Walker ist skeptisch.




Debattenschau 17.02.2010

… heute mit Meldungen aus Google:

Die Frauenzeitschrift AMICA diskutiert anlässlich der Patentierung von Nylon vor 75 Jahren Pro und Contra Feinstrumpfhosen.

Aus der “Jungen Gruppe” der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um den sächsischen Abgeordneten Marco Wanderwitz kam der Vorschlag einer Sonderabgabe für Kinderlose. Die HNA diskutiert das Für und Wider.

Sind Alleen (also: Bäume am Straßenrand) aus Gründen der Verkehrssicherheit überhaupt zu verantworten? Eine Luxemburger Vereinigung für Unfallopfer im Straßenverkehr macht sich Gedanken. Das Luxemburger Tageblatt berichtet.

Im Tagesspiegel: Pro und Contra: Sollen Eltern entscheiden können, ob ihr Kind aufs Gymnasium kommt oder nicht?

Über das Pro und Contra des Erhalts der Polizeidirektion im Kreis Waldshut berichtet der Südkurier. (Es geht um die Alternative: Polizeidirektion oder Mammutbehörde.

Sollen die Sparkassen von der Banken-Regulierung ausgenommen werden? Das Handelsblatt resümiert die Gründe dafür und dagegen.

Viel Wind gab es in den letzten Tagen und Wochen um das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA. Die taz stellt in diesem Kontext die Frage: Gehört das Urheberrecht abgeschafft? Pro und Kontra.