Debattenschau vom 29.10.2013

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Überwachung:

We Need an Invasive NSA

titelt Jack Goldsmith auf den Seiten der New Republic.

Wem nutzt, wem schadet eine Große Koalition im Bund? Debatte im DRadio mit Bettina Gaus, Prof. Everhard Holtmann und Gregor Mayntz (25.10.).

Vor der Wahl: Die NZZ kritisiert den erklärten Wahlboykott führender Intellektueller (13.09.).

Pro und Contra Fünf-Prozent-Hürde. bpb.

Nach der Niederlage der Piraten erklären ihre Anhänger die Bundestagswahl zur Niederlage für die Netzpolitik. Opinion-Club meint:

Das wäre ein Fehler. Tatsächlich müssen sie endlich anfangen, die PR-Strategien der anderen Parteien zu studieren

und verrät Tricks.

Debatte um Kießlings Tor gegen Hoffenheim: Die Torlinientechnik im Fussball ist wieder im Gespräch. In der SZ.

Bildung und Wissenschaft: Der Soziologie Richard Münch kritisiert im Interview mit DRadio, dass Unis heute wie Unternehmen agieren – mit allem ökonomischem Druck.  „Akademischer Kapitalismus„!

Bezahlung nach Leistung für Lehrer

fordert Arne Ulbricht in der SZ vom 18.09.

Im SWR2-Forum: Das Pisa-Diktat. Lässt sich Bildung wirklich messen?

Affirmative Action: Ist diversity auf dem Uni-Campus ein Zeil, welches sich zu verfolgen lohnt? USA Today.

Wie man dem College Diploma zu neuer Anerkennung und Relevanz verhelfen könnte. Auf New Republic.

Rankism: How Academia Lost Its Way. Auf Foreign Affairs.

Rechte und Linke mögen: Home-Schooling. Ein akademischer Bericht von James Aber.

Wie könnte sich Deutschland zu einer gerechteren Bildungsrepublik entwickeln? TP-Interview mit dem Grundschulpädagogen Hans Brügelmann.

Warum ist das College so teuer geworden? Im Becker-Posner Blog.

Im Kommentar des Chronicle for Higher Education:

For Public Colleges, the Best Tuition is No Tuition

Julian Nida-Rümelin, Zeit-Bildungsphilosoph, erklärt im Interview, warum er für bedenklich hält, wenn immer mehr Leute studieren:

„Wir wracken das duale System ab“

Warum „Erziehung“ und „Schulung“ zwei paar Schuhe sind. Und was daraus für die Bildungspolitik folgt. Auf NYT „Economix„.

Frühkindliche Bildung: Von welchem Alter an sollte ein Kind die Kita besuchen? Welche Wirkungen haben in dem Zusammenhang Instrumente wie das Betreuungsgeld? Und: Ist es eigentlich zulässig, die frühkindliche Bildung schon unter dem Verwertungsaspekt zu betrachten? Alles Fragen für Fokus@Helmholtz (in der analogen Welt am 16.10. in Berlin).

Geisteswissenschaftler zu werden ist auch nicht irrationaler, als eine Karriere als Journalist anzustreben – meint Heather Horn in The Atlantic. (Viele der 242 Kommentare sehen das anders.)

Ein Medienexperiment:

Was sind Remixes und Mashups? Warum stehen sie im Konflikt mit dem Urheberrecht? Ist wirklich alles ein Remix? Und was hat das mit geistigem Eigentum, Originalität und dem Begriff des Autors zu tun?

Mehr darüber im Radio-Feature </pasted>.

Alternativmedizin: Alles Käse. Dazu ein großartiges Video. Mitgeteilt von Slate.

Blutrosen: Blumen werden unter ähnlichen Bedingungen produziert wie Billig-Textilien in Bangladesh. Sollte man sie besser nicht kaufen? Prabhakar Singh, National University of Singapore, rollt den Fall auf.

In der SZ fordert Drehbuchautor Fred Breinersdorfer: Verschenkt meine Filme!  Mit dem Zusatz:

Das wäre dann eine nicht exklusive Konzession für jedermann, jeden beliebigen Film ins Netz zu stellen und damit Geld zu verdienen – allerdings mit einem wichtigen Zusatz: mit der Verpflichtung, die Rechteinhaber und Urheber angemessen am Umsatz zu beteiligen.

Martin Moskiwicz hält das in seinem Gegenbeitrag (nicht online zugänglich) für keine gute Idee. Hier die Kurzfassung auf der Seite der Produzenten-Allianz.

Die Medien und die leidige Frage der Ökonomie:

Auch das schärfste Urheberrecht würde den Verlagen nicht helfen

meint Wolfgang Blau.

Die VG Wort und die Rechte der Autoren. Wolfang Michal auf CARTA über den aktuellen Streit.

Die Zeitschrift „Science“ polemisiert gegen Open Access. Bernd Schuh hält im Deutschlandfunk dagegen.

Maschinen-Ethik. The Magazine meint:

We can be responsible for machines.

Fracking: Chance oder Risiko? Fastforward-Finalist und Informationsdesigner Philipp Dettmer auf Youtube.

Tebartz-van Elst. Sollten die Kirchen ihre Vermögensverhältnisse offenlegen? Im DRadio Nachtgespräch (21.10.)

Wolf Lotter hat ein neues Buch geschrieben: Zivilkapitalismus.Soll heißen: dass

dass die Freiheiten der Bürger in einer offenen Gesellschaft durch selbstständiges ökonomisches Handeln abgesichert werden

chanceX rezensiert. Und die Wiener Zeitung auch.

Mindestlohn: Wie Walmart das Problem mit der sozialen Ungleichheit lösen könnte. Ein Vorschlag von Michael Kinsley auf New Republic:

Why not create a label symbol indicating that the product you are about to buy is “poverty-free”—i.e., no American involved in making it or getting it to you makes less than $12.50 an hour?

Der Hintergrund:

According to a study two years ago by scholars at the University of California at Berkley and City University of New York, the average Walmart customer spends about $1,200 a year there. … Even if the entire cost of a wage increase (to $12…) were passed on to customers, the cost to an average customer would be just more than 1 percent, or $12.50 a year.

Zum gleichen Thema: „Inequality is a Choice“. Joseph Stiglitz in der NYT.

Der Pacific Standard sieht in sozialer Ungleichheit auch Vorteile.

Immer im Stress: Manager klagen über Belastungen – und betonen gern, dass diese ihre hohen Gehälter rechtfertigen. Der Scientific American zeigt, warum das kaum stimmen kann.

In Deutschländ fordert DIW-Präsident Jasper Barenberg neue Regelungen zu Werkverträgen und Minijobs, ist aber skeptisch hinsichtlich eines Mindestlohns. Im DRadio.

Frithjof Bergmann im Interview mit dem European:

Vollbeschäftigung ist lächerlich

Wie der Feminismus zum Handlanger des Kapitalismus wurde. Nancy Fraser im Guardian.

Am 3. November findet eine Berlin eine Volksabstimmung statt, in der es um erste Schritte auf dem Weg zur Rekommunalisierung der Energieversorgung geht. Der Autor und Energieexperte Peter Becker nimmt dazu im DRadio Stellung.

Umwelt- und Sozialverbände stellten eine gemeinsame Charta zur sozial gerechten Energiewende vor. Die Leipziger Internet Zeitung berichtet.

BDI-Faktencheck:

Energiewende? Ja – aber richtig.

Peter Bofinger erklärt auf Spon die Öko-Quote bei den erneuerbaren Energien für einen Irrweg.

Das Magazin Popular Science hat sein Kommentarforum geschlossen. Zu viel Quatsch – den, wie die Magazinmacher glauben, die Leser am Ende auch noch glauben. Die NYT kommentiert.

Zur Freisetzung gentechnisch veränderter Fliegen in Spanien und Italien berichtet Testbiotech (auf deren Seiten sich auch eine Replik über den vor kurzem in der SZ erschienen Beitrag „Schluss mit der Scheindebatte“ zu lesen ist. Dort wurde behauptet, dass der Begriff „Grüne Gentechnik“ nicht ausreichend definiert sei, um als Abgrenzung gegenüber konventionellen Züchtungsverfahren zu dienen.

Freiheit & Sicherheit & die große NSA Affäre. Bryce Clayton Newell von der Information School der University of Washington hat einen Ausatz zum Thema veröffentlicht: The Massive Metadata Machine: Liberty, Power, and Secret Mass Surveillance in the U.S. and Europe

Warum der Popsocialscience-Autor Malcolm Gladwell (a) einflussreich ist und (b) ein echter Schaden für die Medienöffentlichkeit. Christopher Chabris im Blog.

Macht der Klimawandel Pause? Im SWR2-Forum. Und auf TP.

Björn Schwentker bloggt über den Medien-Hype demografischer Wandel & seine Folgen:  „Demografisierung statt Wahrheit“.

Fleisch essen: Kann auch tieretischen Aspekten eine Option sein, die dem Vegetarismus vorzuziehen ist. George Dvorsky: How to be an ethical carnivore. Auf io9.com

Halalfleisch: Immer mehr Metzgereien in Deutschland stellen sich auf Muslime als Kundschaft ein und bieten Fleisch von geschächteten Tieren an. Keine gute Idee, findet Twister auf TP.

Lampedusa: BBC Moral Maze macht sich Gedanken über: Migration.

In der Diskussion auf Practical Ethics: Björn Lomborgs neues Buch How Much have Global Problems Cost the World?

Ebenfalls auf TP: Eine Skizze einer einer philosophischen Ethik der Tierrechte.

Der Fachkräftemangel ist eine Medienlegende – behauptet Hans Rieveler auf TP.

Finanzpolitik: Warum Transparenz für die US-Central Bank überschätzt wird. Symposium magazine.

Transparenz macht einen entscheidenden Unterschied in der Psychologie. Cass Sunstein und Kollegen präsentieren neue wissenschaftliche Befunde.

Risiko Hochfrequenzhandel: im FAZ-Feuilleton:

Die elektronische Parallelwelt birgt auch das Risiko, ganze Volkswirtschaften in die Krise zu stürzen.

Wieder im Gespräch: Cannabis. Auf den Debattenseiten des Economist.

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) hat ein Positionspapier zur Organtransplantation beschlossen. Darin schließt sich der Dachverband der Frauenverbände in der evangelischen Kirche der zunehmenden Kritik am Hirntodkonzept an, das der Transplantationsmedizin in Deutschland zugrunde liegt. „Hirntote Menschen sind keine Leichen, sondern Sterbende“, sagt Ilse Falk, EFiD-Vorsitzende und ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion.

Telepolis berichtete über die Beratungen des EU-Parlaments zur neuen Datenschutzverordnung.

Drogenpolitik: In Berlin hat unbemerkt ein Arzt begonnen, Heroin an Junkies zu spritzen. Eine unpopuläre Maßnahme, die aber vollkommen richtig ist – meint der Opinion Club.

 

 

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