Debattenschau 27. Juni 2013

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Nach der Späh-Affäre mit Prism: Ist der Datenschutz im Zeitalter digitaler Medien überholt? Nein, sagt Datenschutz-Beauftrager Peter Schaar im tagesthemen-Interview….

Zum gleichen Thema: Alberto Asquer, „The Governance of Big Data: Perspectives and Issues“

Sowie: „Why ‘I Have Nothing to Hide’ Is the Wrong Way to Think About Surveillance“ (Wired)

Und: „Why Should We Even Care If the Government Is Collecting Our Data?“ (The Atlantic)

Und: „The Prism. Privacy in an age of publicity“ (The New Yorker)

Auf Telepolis: Der Physiker Dirk Helbig im Interview über drohende totalitäre Tendenzen und die Macht von Informationsplattformen.

Auf New Republic: Against Our Values—And Bad at Keeping Us Safe The real problem with data mining

Sachverständige lehnen im Bundestag den Gesetzentwurf der Regierung zur Kontrolle der Prostitution ab (25.6.)

Effizienz im Gesundheitswesen: Sollten Patienten mehr von Arzthelfern und Krankenschwestern behandelt werden? Auf NewRepublic.

Emmanuel Saez unterbreitet Vorschläge, wie man ungerechtfertigte Ungleichheit durch Besteuerung beheben könnte.

Ärzte in Deutschland diskutieren weiter über Priorisierung medizinischer Leistungen. Im Ärzteblatt.

Auf Euroscientist: Is Europe ready for citizen participation in science policy? Ein Bericht über die zivilgesellschaftliche Forderungen an die Wissenschafts- und Forschungspolitik, welche von der Initiative Forschungswende vorgebracht werden.

Monsanto vom Europäischen Patentamt hat ein Patent auf Brokkoli aus konventioneller Züchtung erhalten. Das Europäische Parlament und der Bundestag hatten deutliche Kritik an diesen Patenten geäußert. „Keine Patente auf Saatgut!“ protestiert.

Bildung: Warum es bei PISA nicht um Wissen, Bildung oder Verstehen geht. Wolfram Meyerhöfer, Professor für Mathematikdidaktik, auf Telepolis.

In der ersten Ausgabe des neuen Journal of Practical Ethics: Ruth Faden und Madison Powers machen sich Gedanken über Biotechnologie, Gesundheitsversorgung und soziale Gerechtigkeit.

Alan Sokal im logosjournal: What is Science and Why Should We Care?

Hochschulpolitik: Streit um die Vorschläge der HRK zum Umgang mit Plagiatsverdacht.

Welchen Nutzen hätte eine Radhelmpflicht? Auf Scienceblogs. Und auf Telepolis.

Frauen im Beruf: Dichtung und Wahrheit über die „Teilzeitfalle“. Die Welt recherchiert.

Cognitive Enhancement: Matt Lamkin, Stanford Law School, über den Gebrauch Aufputschmittel unter Wissenschaftlern.

Im Ärzteblatt: Das „Nein“ der Mediziner-Lobby zur Bürgerversicherung.

Entwicklungshilfe: Am meisten würde es helfen, den Armen einfach Geld in die Hand zu drücken. Mat Yglesias auf Slate. Andrew Shepherd berichtet in einem Brooks World Poverty Institute Working Paper über „What has happened to the Poorest 50%“. Charles Kenny erklärt im Washington Monthly „Why poor nations arent’t prisoners of their history“. Thom Brooks auf 3:AM „in search of global justice“.

Die DGB-Gewerkschaften streiten über den Tarifvertrag für Leiharbeiter.

Der Streit um die Geisteswissenschaften.

„Both sides are wrong headed“

behauptet Massimo Pigliucci auf aeonmagazine. Im weekly Standard: „Defending the Humanities. Job one is outing scientism.“ Auf The Conversation: „Honing the mind and nurturing the soul: why the humanities are underrated“. Lawyers, Guns & Money entdeckt „The Core Reason for the Humanities Crisis“. Der Los Angeles Review of Books berichtet über einen runden Tisch zu „MOOCS and the Future of the Humanities“.

Das Institut der deutschen Wirtschaft vergleicht die Immobilienpolitik in den Wahlprogrammen von Union, FDP, SPD und Grünen – und bezieht Stellung: „Die Mietpreisbremse ist schädlich!“. Siehe auch das Digest im Handelsblatt.

Zum gleichen Thema: eine öffentliche Anhörung zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Bundestag. Gegenstand der Anhörung sind der Bericht der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland (17/11200) sowie Anträge der SPD für bezahlbares Wohnen in der sozialen Stadt (17/12485) und der Linksfraktion für einen „Neustart des sozialen Wohnungsbaus“ (17/12481).

Taha Yasseri über The Most Controversial Topics in Wikipedia: A Multilingual and Geographical Analysis.

Der Sachverständigenrat für Umwelfragen hält Fracking in Deutschland für überflüssig. Auf Telepolis.

Kann man Intelligenz messen? Elsbeth Stern und Aljoscha Neubauer verteidigen in ihrem neuen Buch den Intelligenztest gegen seine Kritiker und ziehen daraus streitbare Konsequenzen für die Begabtenförderung.

Homeoffice, pro und contra: Die Zeit bringt in ihrem Teil Chancen vom 6. Juni eine Doppelseite zum Thema mit Illustrationen und Verweisen auf Studien und Meinungsumfragen.

Christoph Boschan bezieht in der Wirtschaftswoche Stellung im Streit um die Finanzmarktteuer:

„belastet private Anleger“.

Pflegepolitik: Als „pflegepolitisches Armutszeugnis“ bezeichnete der Paritätische Wohlfahrtsverband die Absicht des Pflegebeirats der Bundesregierung, im geplanten Abschlussbericht auf konkrete Angaben zu den Kosten einer Pflegereform zu verzichten. Die Begründung: Eine Reform, die aufräume mit der Ungleichbehandlung von geistigen gegenüber körperlichen Einschränkungen, werde mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich kosten. In der taz.

Kleine Anfrage (17/13498) durch die Fraktion Die Linke zur angemessenen Vergütung von Kreativschaffenden.

Neues Futter für die Debatte um Bio-Kraftstoffe: In einer vom Biokraftstoff-Verband in Auftrag gegebenen Studie stellt der Gutachter Matthias Finkbeiner fest: Wenn man indirekte Landnutzungsveränderungen in der Ökobilanzierung mit berücksichtigt, sind Biokraftstoffe besser als ihr Ruf!

Genetische Zufallsbefunde: Wie sollen Ärzte damit umgehen, wenn sie bei der Analyse des Erbgutes unerwartete Entdeckungen machen? Heidelberger Wissenschaftler schlagen eine neue Richtlinie vor. Die FR berichtet.

Die FAZ kritisiert die in den Medien (wie hier im Guardian) vielfach erwähnte neue Studie, nach welcher Brustkrebs-Screening weitgehend ohne medizinischen Nutzen sind.