Debattenschau 20. August 2013

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Veggie Day: Spiegel Online untersucht im Münchhausen-Check, ob die Forderung der Grünen nach einem fleischlosen Tag in Betriebskantinen ein Schritt in Richtung Ökodiktatur ist.Ebenfalls zum Thema: Lorenz Graf über die „Psychologie der Begrenzung“. Auf TP.

Autonome Agenten: Würde man eine moralische Entscheidung einer Maschine überlassen? Warum nicht? Sean OHeigeartaigh über moralisches Outsourcing und künstliche Intelligenz. Auf Practical Ethics.

Ein weiterer Beitrag zur Debatte um Sweatshops und Global Justice (siehe Faktencheck Textil-Boykott): „Activist political theory and the challenge of global justice“ von Catherine Lu in Ethics & Global Politics.

Innovation: Welche Politikmaßnahmen sind am besten geeignet, um innovative Methoden zur Stimulierung von zu fördern? Aus dem Yale Law School Information Society Project.

Jonathan Meese, der Hitlergruß und die Kunst. Das SWR2-Forum diskutiert.

Das Ende der Wohlstands-Ära: So etwas in der Art behauptet Stephen D. King i nseinem Buch „When the Money Runs Out“. Wonkblog rezensiert.

In der SZ auf Seite 3: „Vorsicht, Klinik. In deutschen Krankenhäusern regieren die Controller. Opfer sind Patienten und Angehörige. Die Berichte von traumatischen Erfahrungen häufen sich. Zeit zum Umdenken“. Am 14.08.2013. Und weiter: Die ver.di Fachgruppe Krankenhäuser in ver.di Saar führen gemeinsam mit dem Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte ein Symposium mit dem Titel „Kritik der Ökonomisierung im Gesundheitswesen“ durch. Und im Nachtgespräch des DRadio (15.08) geht es um den Mangel an Fachpersonal in Altenheimen, Korruption in der Pflege und Pflegekräfte aus China.

Auf Researchgate: Is it unethical to donate drugs that have passed their expiry date to emerging economies?

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hält die Demografie-Strategien der Regierungsparteien für unzureichend und kontert mit einem eigenen Konzept. Auf TP.

Endlich erklärt: „Was ist ein Überwachungsstaat?“ Eine Animation zum Thema.

Neuro-Enhancement: Der Blog Hirn-Sturm debattiert über „Doping für das Gehirn“.

Sean Aas bricht in einem auf Academia.edu veröffentlichtem Working Paper die Lanze für eine anspruchsvolle Theorie der sozialen Gerechtigkeit: Jeder soll den gleichen Anspruch haben auf die wichgsten Güter und Diensleistungen, die von den sozialen Institutionen zur Verfügung gestellt werden.

Fachkräftemangel: Gibt es bald keine Handwerker mehr? Im SWR2-Forum. Die Welt sieht im Bahn-Chaos von Mainz die ersten Folgen des demografischen Wandels am Werk: „Facharbeiter werden zur raren Ressource“.

Michael Müller schreibt auf Postwachstum.de über „Am Ende des Ölzeitalters„.

Organspende: Joachim Müller-Jung mag dem Versprechen von Bahr nicht glauben, dass Manipulationen bei Wartelisten für Transplantationen von nun an ausgeschlossen sind. Auf Faz.net.

Big Data wird in ökonomischer Hinsicht ein Rohrkrepierer sein, propheeit James Glanz in der NYT.

Franz Alt begrüßt den Vorschlag einer Maut für Autos. Auf TP.

Cannabis wird Wahlkampfthema in Österreich. Telepolis berichtet.

Ungleichheit: Warum sind die Top-1-Prozent in den USA so viel reicher als anderswo? Auf Wonkblog.

Sind moralische Anschauungen anerzogen oder angeboren? Vor 20 Jahren veröffentlichte der für die Broken-Windows Theorie bekannte amerikanische Politikwissenschafler James Quinn Wilson die Streitschrift The Moral Sense, in der er die These vertrat, dass das moralische Urteilsvermögen größtenteils angeboren ist. The American würdigt den Klassiker.

Nach dem Streit um die Humanities stehen nun die Sozialwissenschaften zur Diskussion. Bent Flyvbjerg macht sich Gedanken über „Making Social Science Matter“. Karthick Ramakrishnan von der University of California schreibt über „the Urgency of Public Relevance“. Auf Roll Call: ein Kommentar zu „Why Social Science Research Matters“. In der NYT: „Let’s Shake Up the Social Sciences“.

Die Wissenschaftspressekonferenz hat in einer Explorationsstudie, die von der Robert Bosch Stiftung finanziert wurde, ausgelotet welche Chancen ein Science Media Center in Deutschland hätte. Hier das 14-seitige  Executive Summary.

Impfen Pro und Contra: Volker Stollorz interviewt in der FAZ die Psychologien Cornelia Betsch über Motive von Eltern, die sich gegen Impfungen entscheiden:

„Was ich schlecht finde ist, wenn Pharmafirmen nur die Vorteile ihrer Impfungen betonen. Da sitzen Eltern beim Kinderarzt und lesen schöne Broschüren der Pharmaindustrie statt die der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Zu Hause stoßen sie im Internet auf alle möglichen Gegenargumente. Da springt dann sofort der Schwindel-Detektor an, wir entwickeln das Gefühl, überredet statt überzeugt zu werden.“