Google Glas: Was ist das Problem mit der „Datenbrille“?

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Vor kurzem im SWR2-Forum (kann im Audioarchiv immer noch nachgehört werden):

Wenn das Auge online geht. Die schöne neue Welt der Datenbrille

Eine Diskussion mit:

  • Anke Domscheit Berg (Datenschutzaktivistin, Vorsitzende des Landesverbandes der Piratenpartei in Brandenburg)
  • Prof. Dr. Karin Harasser (Kulturwissenschaftlerin, Kunstuniversität Linz)
  • Prof. Dr. Paul Lukowicz (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Kaiserslautern)
  • Gesprächsleitung: Christoph König

Hier eine Dialogue-Map von einem Ausschnitt der Diskussion (Bild klicken für größere Ansicht in separatem Fenster):

Als Argument rekonstruiert (Bild klicken für größere Ansicht in separatem Fenster):

Grün: Alle Elemente, welche die Ausgangsthese stützen. Rot: Elemente, die gegen die Ausgangsthese sprechen. Die Markierungen Plus und Minus beziehen sich auf das jeweils unmittelbar vorhergende Element (Plus: Pro; Minus: Contra).

Die Rekonstruktion zeigt: Damit die Datenbrille zum Problem wird, muss zweierlei gegeben sein: (a) Nutzer verwenden die Datenbrille tatsächlich dazu, noch mehr Bild- und Tonaufnahmen anzufertigen und auf Internet-Server hochzuladen als sie dies ohnehin tun (b) Die Konzentration der Daten bei dem Unternehmen Google ermöglicht ein besonderes Potenzial der Überwachung Mit anderen Worten: problematisch ist weniger die Technik der Datenbrille als solche – sondern die Koppelung des Produktes mit der Vormachtstellung und den Daten-Analysemöglichkeiten eines Unternehmens wie Google. Dieser Punkt war in der SWR2-Diskussion, wo vor allem die Befürchtung heimlicher Ton- und Bildaufnahmen geäußert wurde, nicht so recht deutlich geworden.