Pause!

„Debattenprofis“ macht eine Pause. Wir danken allen bisherigen Leserinnen und Lesern sowie den Teilnehmenden am „Faktencheck“!




Nach der Show: Süße Droge Zucker

Maischberger: Sendung vom 25.05.2016

Die Show beginnt mit der Präsentation von einigen zentralen Thesen, die im Laufe der Diskussion immer wieder angesprochen werden:

  • „Zucker macht krank.“
  • „Zucker macht süchtig.“
  • „Die Lebensmittelindustrie ist verantwortlich für enormen Konsum. Sie täuscht den Verbraucher.“
  • „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel.“

Gleich in Minute 5 führt Susanne Holst (ARD-Journalistin und Medizinerin) einen kausalen Mechanismus auf, der die These „Zucker macht süchtig“ belegen soll:

Der Zucker-Teufelskreis beschreibt eine Moment-Sucht: Der Genuss von Süßem ruft erneutes Verlangen nach Süßem hervor

In den ersten Minuten der Sendung werden auch bereits andere vermutete Wirkungszusammenhänge skizziert:

zucker_flow1

Zuckerkonsum führt unmittelbar zu Karies, vielleicht auch zu Diabetes. Mittelbar führt der Konsum von Zucker auch zu Fettleibigkeit: Zuckerreiche Nahrungsmittel sind zugleich energiedichte Nahrungsmittel. Das gleiche gilt aber auch für stark fetthaltige Nahrungsmittel. Der Genuss von vielen stark energiehaltige Nahrungsmitteln führt zu erhöhten Aufnahme an Kalorien. Kalorienaufnahme wiederum ist ein Faktor für Fettleibigkeit. Bewegung bzw. der Mangel an Bewegung ist ein anderer Faktor.

Was sofort ins Auge fällt: es ist schwierig, den Zucker als Übeltäter zu entlarven. Zu viele andere Effekte sind im Spiel! Die Kausalitätsvermutungen werden im Laufe der Sendung noch durch weitere Faktoren ergänzt:

zucker_flow2

Neu: Eine zentrale Rolle in der Kausalkette spielt das Design von Lebensmitteln. Stark zuckerhaltige Convenience-Produkte sind erst seit der Nachkriegszeit auf den Markt gekommen (Minute 11:00). Sie werden stark beworben. In manchen Marktsegmenten wie zum Beispiel bei Snack-Produkten sind Ausweichprodukte ohne Zucker so gut wie nicht erhältlich (Erlebnisbericht von Studiogast Katja Burkard, Fernseh-Moderation: „.. ich musste immer mit Tupperdosen rumlaufen, weil ich mir keine Snacks mit Zucker kaufen wollte“, Min 14:30). Der Rahmen für die Diskussion (tritt in der zweiten Sendungshälfte deutlicher hervor): die Frage, ob die Politik stärkere Vorgaben für Lebensmittelhersteller erlassen sollte.

In Minute 16:15 präsentiert der Journalist Uwe Knop eine (mutmaßliche) Evidenz dafür, dass Zucker nicht krank macht. (Seine Position, so wird im Laufe der Sendung deutlich, ist: „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel“.) Knop behauptet: „Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, was gesunde Ernährung oder gesunde Lebensmittel sein sollen. Es gibt speziell keinen Beweis dafür, dass Zucker dick oder krank macht.“ Knop beruft sich dabei auf Meta-Studien, in denen eine Vielzahl von gesundheitsstatischen Erhebungen ausgewertet werden. Knop behauptet nicht, dass es erwiesen sei, dass Zucker nicht krank mache.

„Mit dem Zucker ist es nicht anders als mit dem Rauchen!“ Starke Story, vorgetragen von Renate Künast in Minute 19. Beim Rauchen wurden die Gesundheitsgefahren erst nicht erkannt, dann lange Jahre kleingeredet. Heute sind Gesundheitswarnungen auf der Zigarettenpackung Vorschrift. Nicht anders wird es mit dem Zucker kommen! (Dazu auch: Eingespielter Trailer über den amerikanischen Anti-Zucker Aktivisten Peter Lustig in Minute 17).

Minute 23:30: Susanne Holst erläutert mit Hilfe eines Kausalmodelles, warum ein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen Zucker und Diabetes-Typ-2 besteht:

zucker_diabetes

26:30 Knop weist darauf hin, dass in gesundheitsstatistischen Studien dennoch kein Zusammenhang zwischen Zucker und Diabetes Typ 2 festgestellt werden konnte.

30:00 Nach einer von Künast zitierten WHO-Studie gibt es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen veränderten Ernährungsgewohnheiten in Entwicklungsländern und Übergewicht. Dies deutet (wenn die WHO-Studie korrekt wiedergegeben ist) daraufhin, dass der von Knop behauptete Forschungsmainstream (wenn dieser von Knop korrekt zusammengefasst) zumindest  nicht unangefochten ist.

30:45 Die Politik kommt ins Spiel! Künast: „… dass wir versuchen die Stoffe, auf die sich das bezieht, zu reduzieren.“ Langsam zeichnet sich ein übergreifendes Bild der Diskussion ab:

Zucker_dialogue1

Die Frage, ob in einer Bevölkerung, wo weniger Zucker konsumiert wird, auch weniger Fettleibigkeit herrscht, ist tatsächlich zentral. Wenn dies nicht der Fall wäre, dann wären Politikmaßnahmen zur Reduzierung des Zuckerkonsums nicht gerechtfertigt!

Minute 32: Der Journalist Uwe Knop bezweifelt, dass Übergewicht ein bedeutendes Problem in Deutschland ist (75 % normalgewichtig… Rest: mehr Untergewicht als Übergewicht).

Trailer, Minute 34: Unvermuteter Zucker in Produkten wie Senf, Leberwurst und Gurken. Zucker, der nicht als solcher ausgewiesen wird, sondern unter Namen wie „Fruchtsüße“ oder „Gerstenmalz“ kursiert, findet sich in nahezu allen Produkten. Begeht die Lebensmittelindustrie eine vorsätzliche Täuschung gegenüber dem Kunden?

Minute 36: Maischberger untersucht gemeinsam mit Christoph Minhoff (Sprecher der Lebensmittelindustrie) und Armin Valet (Verbraucherzentrale Hamburg) Inhaltsangaben auf Lebensmitteln. Eine Dose Krautsalat, eine Schachtel Frühstücksflocken, eine Packung Zwieback und eine Dose Kakaopulver stehen auf dem Tisch. Neben Zucker enthalten diese Lebensmittel Inhaltsstoffe wie Oligofruktose, Glukosesirup, Gerstenmalzextrakt oder Süßmolkenzucker. Im Raum steht der Vorwurf der Täuschung. Süßmolkenpulver z.B. zählt für den Gesetzgeber nicht als Zucker. (Man kann ihn aber als solchen betrachten.) Ein stark süßmolkenpulver-haltiges Getränkepulver mit dem Slogan „ohne Zuckerzusatz“ zu bewerben ist gesetzlich erlaubt. Wird der Verbraucher getäuscht?

Concept Map: Arten von Zucker und verwandten Stoffen, Vorkommen und Kennzeichnungspflichten

 

Minute 38: „Würden die Verbraucher diese Produkte immer noch kaufen, wenn ihnen klar wäre, wieviel Zucker darin wirklich enthalten ist?“ (An dieser Frage entscheidet sich der Vorwurf der Täuschung.)

Der Verdacht der Täuschung wird plausibilisiert durch eine weitere Tatverlaufs-Story, der zufolge Industrie-Lobbyisten erfolgreich gegen die Einführung der Lebensmittel-Ampel, der Festlegung von Höchstwerten an Zucker, Fett u.a. Inhaltsstoffen bei der Health Claims Verordnung interveniert sind (Minute 57:30).

Das übergreifende Bild gewinnt an Detailschärfe (wobei die Themen Karies und Diabetes in den Hintergrund treten):

zucker_dialogue2

Der Vorwurf der Täuschung der Verbraucher durch die Industrie ist insofern relevant, als eine Täuschung die Verbraucher davon abhalten würde, ihren Zuckerkonsum zu reduzieren (wenn sie dies wollten). Ob sie dies wollten, ist unbekannt. Relevant wird der Täuschungsvorwurf aber nur dann, wenn Verbraucher tatsächlich die aufgeführten Produkte nicht mehr kaufen würden, wenn ihnen klar wäre, wieviel Zucker darin wirklich enthalten ist: Nur dann nämlich könnte es (vorausgesetzt, der Verbraucher wird nicht getäuscht) zu der gewünschten Reduzierung des Zuckerkonsums kommen.

Näher in den Blick zu fassen lohnt sich das gesamte Argument zur Stützung der Idee, mit geeigneten Politikmaßnahmen (die sich an die Lebensmittelhersteller richten) eine Verringerung des Zuckerkonsums zu bewirken.

zucker_argument1

Erste Prämisse: „Die Verringerung des Zuckerkonsums führt in der Bevölkerung zu weniger Adipositas.“ Wie bereits ausführt, ist diese Prämisse unter den Studiogästen umstritten (wenngleich kein Beweis erbracht oder zitiert wurde, wonach eine Verringerung des Zuckerkonsums nicht zu weniger Fettleibigkeit führen würde).

Zweite Prämisse: „Die Verringerung des Zuckerkonsums ist ein effektiver Angriffspunkt gegen Fettleibigkeit.“ Tatsächlich hat keiner der Studiengäste eine solche Behauptung aufgestellt. Dennoch ist es sinnvoll, diese Annahme einzuführen. Nur dann nämlich, wenn die Reduzierung des Zuckerkonsums (im Vergleich zu Maßnahmen, die zum Beispiel eine Reduzierung von Fett oder von extrem energiereicher Nahrung zum Gegenstand haben) einen deutlichen Effekt hat, lohnt es sich, in eine solche Maßnahme zu investieren. (Im anderen Fall sollte tatsächlich man in Kampagnen gegen Fett, für mehr Bewegung o.ä. investieren.) Ein zentrales Themen der bisherigen Diskussion stellen sich als Unterargument für die zweite Prämisse dar. Wenn Zucker tatsächlich ‚süchtig macht‘ (und Fett z.B. nicht), dann ist die Gefahr des übermäßigen Konsums hier tatsächlich groß.

Dritte Prämisse: Wenn eine Verringerung des Zuckerkonsums durch politische Maßnahmen möglich wäre, dann sollte man diesen Weg beschreiten. Unter den Studiogästen hatten sich vor allem Udo Knop und Christoph Minhoff gegen diese Annahme ausgesprochen – mit der Begründung, dass Vorgaben für die Lebensmittelindustrie die Freiheit der Verbraucher beschneiden würden. Hier kommt der Vorwurf der Täuschung ins Spiel: Wenn der Verbraucher tatsächlich getäuscht wird, dann kann er nicht frei entscheiden.

Weiter geht es mit Minute 54:30. Knop betont: „Keine Belastbare Korrelation zwischen Softdrink-Konsum und Gewichtszunahme.“

1:00:30 „In Wahrheit sind das Problem die Energiebilanz und die Genetik (Minhoff)“. (Selbst, wenn dies zutrifft: In Bezug auf das oben dargestellte Argument müsste Minhoff aber zeigen, dass an diesen Punkten Interventionen ebenso effektiv möglich sind.)

Maischberger berichtet über die Einführung einer Zuckersteuer in einigen europäischen Ländern und in Bundesstaaten der USA (Minute 1:03:50). Die Frage der Ausgestaltung möglicher Politikmaßnahmen wird damit angeschnitten. Wir ergänzen die Argumentübersicht entsprechend:

zucker_argument2

Die vermutete Täuschung der Verbraucher durch die Industrie taucht hier noch einmal als Argument für Politikmaßnahmen auf, die sich vor allem auf die Verbraucherinformation auswirken. Sprich: der Verbraucher wird getäuscht. Ungetäuscht würde er sich für anderen, weniger zuckerhaltige Produkte entscheiden.

Ein weiterer Vorschlag, der von Renate Künast unterbreitet oder zumindest ihr in der weiteren Diskussion zugeschrieben wurde: direkte Auflagen an die Industrie, extrem zuckerhaltige Produktvarianten vom Markt zu nehmen.

Variante drei, s.o.: eine Zuckersteuer.

Fazit: In der Engführung auf die Frage nach Politikmaßnahmen relativiert sich die Frage, wie stark (in Bezug auf Fettleibigkeit) die Auswirkungen von Zucker im Vergleich zu den Auswirkungen von Fett, Bewegung (oder Bewegungsmangel) und anderen Faktoren sind. Am Ende geht es vielmehr darum, aus welchen der Faktoren sich geeignete Ansatzpunkte für politisches Handeln herleiten.

Offen blieben in der Sendung die Fragen (a) „Führt eine Verringerung des Zuckerkonsums zu weniger Fettleibigkeit in der Bevölkerung“ und (b) „Würden besser informierte Verbraucher sich für weniger zuckerhaltige Produkte entscheiden?“ sowie der (c) Vorwurf der Täuschung der Verbraucher durch die Industrie.

Der Vorwurf der Täuschung (c) würde – wenn er sich erhärtet – zwar der Forderung nach besserer Verbraucherinformation Nachdruck verleihen. Aber auch dann, wenn man den Vorwurf der Täuschung fallen ließe, gäbe es immer noch ausreichend Grund für eine Verbesserung der Verbraucherinformation: besser informierte Verbraucher würden (mutmaßlich, siehe (b)) weniger Zucker zu sich nehmen und wären (mutmaßlich, siehe (a)) weniger krank.

Frage (b) ist relevant ausschließlich für die Auwahl zwischen geeigneten Politikmaßnahmen.

Frage (a) ist in hohem Maße entscheidungsrelevant. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Suchmaschinen-Abfragen nach Stichwortkombinationen wie „sugar; obesity; health; meta-analysis“ oder „consumption softdrins children weight review“ liefern erste Eindrücke.




Virtual Teams (Summary)

Thanks for all the comments we received on this website and on our partners’ websites! I tried to arrange to main points in form of a Dialogue Map. Here it is (click image for larger view):

Dialogue Map „Virtual Teams“

I also prepared a version of the map for printout (PDF-Zip) on DIN A 4: here.


 

Just a few remarks. – This is how you engage with the map: Light bulbs represent proposals for action. Proposals can be chosen or prioritized. Exclamation marks represent claims and hypothesis. These can be discussed in terms of true and false. Plus and minus are arguments that support/defeat a proposal or claim. A minus following upon a minus is a rebuttal – in other words, it serves to support the initial claim or proposal. All the points represent just the arguments that I have collected from the comments. You might want to challenge some of them (adding more minuses to the map) or you might want to add or ask for further evidence.


 

These I identified as main issues of the discussion:

 

hurdle_rgMethods for optimizing virtual teamwork (the hurdle)

 

 

trippingpoint_rgMinimal standards/what will make it fail (tripping points)

 

limitsLimits: Where virtual collaboration does not work at all

 

 

contributing_rgFeatures which face-to-face teamwork does not offer but virtual teamwork does  (example: “contributing”)

 

 

Let’s start with the question of optimization and minimal standards. What I found interesting is that the way the commentators approached these questions revealed different methods (which could be applied more systematically if one wanted to deal with the topic more systematically). One method used to search for success-factors for virtual teamwork was to look at established checklists of either minimum standards or teamwork-enabling factors. Another method would be to do field research in order to find out why people could have reservations regarding virtual work environments. (It would be interesting to actually try this out.)

Where are the main points of discussion? Significant disagreement is to found in respect to the question if problems associated with virtual teamwork are in any way different to those experienced within face-to-face meeting (and thus need special treatment). Commentators have not so much disagreed openly about the ingredients of good teamwork (although different points were mentioned), but rather concerning the issue if these ingredients have to be handled differently in a digital context. In other words: one reason why “virtual” might be different is that the conditions for good teamwork have to be created in virtual environments by others means than they are created in face-to-face environments. Another source of disagreement was whether or not there are really certain situations where virtual teamwork is not an option at all.

Opinions also differ in respect to priority of the issues. Priority can mean many things, though: it can stand for

  • points which are most important to discuss for various reasons (personal interest or professional self-interest is one of these reasons)
  • minimum conditions: points that have to be considered in order to prevent a failure
  • first-in-line issues that should deserve priority in the chronology of implementation

Thus, different priority was assigned to

  • Technical features vs soft facilitation skills
  • The items on the checklists for what makes teamwork a success

A smaller point that somehow struck me was an observation by one commentator that I dubbed “Robustness”:

„The two most useful tools to in making this work as well as we did were a very robust communications infrastructure for conference calling (video was conceptually nice but not available to all and always more trouble than it was worth), and a integrated calendaring function (in this case powered by an enterprise system with Microsoft Exchange and Outlook) that allowed everyone involved to see each other’s availability AND to schedule meetings when a discussion was needed for whatever reason.”

My own impression from personal experience is that down-to-the earth features such as described in these sentences can be really game-changing. There also some more of small observations of this kind in the map that might be interesting to check out.

What also stroke me was that most commentators do not wish to differentiate between different collaboration settings or aims of collaboration. From my point of view, this should be essential. If collaboration serves the purpose of generating good decisions in terms of close-to-the-truth judgments, then variety and dissent should be a prominent design feature of collaboration. If, on the other hand, the goal is consensus then a quite different is needed. Still other goals are workload distribution or division of labor according to expertise. I would not expect that even on a general level guidelines for successful virtual collaboration can be found that are not taking these distinction into consideration.

One last point I want to stress belongs to the issue “Features of virtual teamwork which face-to-face teamwork doesn’t offer”. This point is expressed by the following comment:

„If we’ve come to know ‚collaboration‘ as an interaction with multiple avenues for communication in the face to face world, perhaps we shouldn’t be looking quite yet to replicate that in the digital world but more simply change the language to ‚contributing.‘ It may just be a slight-of-language but the outcome will be the measure of effectiveness not the extent to which one combination of interactions replicates another. „

I think this describes neatly what can be observed in many virtual environments. There is some interaction between participants. But more often, people are willing to contribute ideas, opinion and expertise without to expect immediate feedback. In terms of problem solving, these contributions can very helpful. To me, the comments that we received on “virtual teamwork” are much richer and more helpful than what I had found before in the literature and in the web. I would not call the process of writing and receiving comments on that topic “collaboration”. But surely people have been contributing in a very helpful way. Thank you again!

 




Collaborating in Virtual Teams

(Crossposting from Berlin Change Days)

Ralf Groetker, who will host a session on Dialogue Mapping during the Berlin Change Days 2014 has suggested a virtual conversation which will serve as an input to his session. Everybody is invited to contribute – even if you can’t make it to the BCD14. Here is the case study he provides:

NewVenture, a Frankfurt-based company with 750 employees, is planning to start a new product line. Management is discussing whether additional 50 employees should be hired and put to work in newly rented office space, or if some kind of flexible work arrangement should be made, allowing the prospective employees to work from their home office. One extreme scenario under consideration is to employ freelancers from all over the world, organized in distributed teams, for the new product line.

Among the Frankfurt staff, these plans evoke mixed reactions. Some of those who are commuting large distances to come to their workplace every day are enthusiastic about the experiment – hoping that they themselves will someday be allowed to work from home. Others are afraid that the replacement of real face-to-face communication which enables spontaneous collaboration would inevitably cause working in distributed teams to fail. This fear is not shared by all, though. Using digital tools to organize work and to structure communication in virtual environment is seen by some as much more effective as spending much of the working time in meetings.

What advice would you give?

• Will virtual teams ever be able to replace old fashioned communication culture in organizations?

• What are the greatest challenges of working with distributed teams?

• What could a facilitator do to make working with distributed teams a success?

We asked a couple of people for their comment.

Invited comment from Marcella Bremer (The Netherlands):

Virtual teams are a challenge – but it can be done. For me, the key conditions to replacing old fashioned communication and creating a common culture are visibility/energy and values/criteria. Compared to “old fashioned” teams in one building, the virtual team needs conscious efforts to be built and maintained by all team members.

Visibility/energy: People must be able to literally SEE it each other to feel connected, start to trust each other and get cues from non-verbal communication, and thus a sense of who the other person is, how they do their work and what they deliver.

Virtual teams seem to work less well if the digital tools allow for exchanging documents and emails only. Seeing each other’s faces and hearing their voices, as is possible on Skype, Hangout and teleconferencing systems is important. Digital tools can convey information, but to create a common culture and work well together, you need to exchange energy. The best way to do so is in person, but if that can be done only twice a year (for instance) – the visible teleconferencing tools are a crucial way to exchange energy.

Values and criteria: Culture walks on 2 legs (at least): beliefs and behaviors (2B). It’s the way we do things around here and what beliefs we share. Those beliefs direct behaviors – so shared beliefs are important. Virtual teams must make extra effort to identify their core values, criteria and beliefs – make them very explicit before they start collaborating. Even more than teams that see each other every day in the hallways. Such as: do we value timely results or perfect results? Do we spend more time – or do we share things earlier or try to sell them before they’re perfect? How do we reconcile dilemma’s? What other dilemma’s do we foresee? How would we solve these tensions?

While applying these values and criteria, common behaviors will emerge in the virtual team. What is normal? When is work good enough? Do you get away with postponing your deadline or staying away from virtual meetings? Culture may serve as glue between people when they are able to copy-coach-correct each other. These c-c-c circles reinforce certain behaviors in groups. For c-c-c circles to happen, people need frequent interaction and feedback.

That means that people must be able to see each other and see each other’s work: the WHAT they deliver, the HOW they do it and the WHO they are. They need feedback (copy-coach-correct by peers) on the what- and how-levels, and acknowledgement and appreciation for the who-level (who they are is beyond judgment and intrinsically valued) – to build trust and belonging.

In my humble opinion, in virtual teams that can be done best by using visibility tools that allow people to literally see each other, hear each other – and get a sense of their energy. These visibility/energy setting is the core for the c-c-c circle – while once you know each other well – you can even give some feedback through information-only channels such as email.

Invited Comment from Mohamad Jamil (United Arab Emirates):

I got introduced to virtual connectivity tools back in 2004. In the beginning, I was impressed. I thought that this is the future and this should be leveraged upon. I started to include virtual connectivity in almost every proposal I wrote and created reasons to go out there and explore… I simply got enticed by the beauty of working with individuals overseas. The diversity of locations and the ability to connect was priceless back then.

Despite the excitement, I felt drained after each virtual session I lead or participated in. I found it very difficult to get my thoughts through. I found it even more difficult to facilitate sessions to a performing stage. Announcements boards, interactive platforms, conferencing portals…you name it. All of a sudden, my excitement started to fade and the preparation time for my virtual connectivity became a hurdle.

One of the biggest projects that I lead with a virtual connectivity component was Top Talent Camp gathering participants from all over. Virtual connectivity was the only solution to facilitate group work and direct group dynamics towards a performing stage. Six month of administering conference, state of an art interconnectivity platforms and endless exchange of links and sources was of no benefit but to voice out concerns and share individual activity progress. As time passed, workgroup members became more alienated. We did not experience results before the working groups met face to face, interacted and started to collaborate according to capabilities.

I came to a conclusion that virtual connectivity is functional only among groups with individual and independent activity patterns.

Invited Comment from Ralf Groetker (Germany):

As the owner of the problem, I want to take the role of an advocatus diabolic. I want to claim that despite the progress in the development of communication tools which we witnessed in the last years and many more progress to be expected in the near future, virtual teams will never be able to replace old fashioned communication culture in organizations.

At the heart of the problem lies the watercooler-issue (or the coffee-machine or lunch break issue): Digital communication tools do not allow for the kind informal and personal interaction which we experience frequently when working in the office. In my view, informal and personal interaction is not just a “nice to have feature”, but the essence of communication and knowledge work. It’s a misconception to think of human beings as mere intellectual problems solvers. In most situations, the immediate action which we are involved in are social actions: we put forward a proposal, we support or attack the proposal of a colleague, we seek to express personal opinions. All these are moves in a game which should rather be defined in social terms or terms of communicative action than as a pure intellectual activity. (“Argumentative theory” is the background I would refer to if someone would ask me to be more explicit on this.)

Digital communications makes it difficult to engage in this kind of activity, because it offers less channels of communication. (Just think about how much less you can do in a video-conference compared to a face-to-face meeting.) On the other hand, digital tools offer a much more structured form of conversation. This should be a benefit. But in fact, I think in many situations, the openness of ‘normal’ communication is a bug, not a feature. (Therefore, it’s quite rational that, at least in my experience, many people are not too enthusiastic about invitations to join yet another platform or tool.)

Openness is not much needed for when the task is just “getting the job done”. But things are different when tackling with ill defined issues – such as the school-decision problem which we are discussing currently here on CMinds. In situations of these kind, virtual teams will probably not perform very well. I do not see how such a discussion could be lead with either an email list or some communication tool. (I would offer a bet that the approach of „structured collaboration“ which is part of many software tools on the market today will not really succeed.)

Solutions? One solution might be to redefine “collaboration”. This is indeed the approach which CMind seems to take as a first step. The problem owner presents a complete issue analysis and asks the group for comments about single components. Given that he will be able to incentivize to group participate, he could gain a lot by this kind of procedure, especially if there are feedback-loops in the overall procedure. Sure: This is not the kind of Wikipedia-like many-to-many “collaboration” which many people are talking about today. But it could be an approach that works. I am curious to see how this experiment which we are participating in will succeed.

Invited comment from Paul Culmsee, Seven Sigma Business Solutions (Australia)

Notwithstanding the fact that this question places a pejorative slant on face to face communications as being “old fashioned”. I think the answer is “maybe yes but unlikely nonetheless”.

Team performance is primarily driven by having certain enabling conditions in place. JR Hackman studied team performance for years, concluding that six conditions, irrespective of technology/methodology used, tended to lead to better results. They were:

  • A real team: Interdependence among members, clear boundaries distinguishing members from non-members and moderate stability of membership over time
  • A compelling purpose: A purpose that is clear, challenging, and consequential. It energizes team members  and fully engages their talents
  • Right people: People who had task expertise, self-organized and skill in working collaboratively with others
  • Clear norms of conduct: Team understands clearly what behaviors are, and are not, acceptable
  • A supportive organizational context: The team has the resources it needs and the reward system provides recognition and positive consequences for excellent team performance
  • Appropriate coaching: The right sort of coaching for the team was provided at the right time,

Now it is clear that a distributed team as described in the scenario can and will negatively affect some of the conditions listed unless special care is taken. But in saying that, an organization with a strong blame culture will trump any technology, whether face to face or electronic! Furthermore, the location of people, the processes, tools or systems they use also contribute to enabling or disabling conditions too. (E.g. waterfall approaches to project delivery tends to put people into a blame apportionment/cover your ass mode of thinking and acting. Agile approaches without collaboratively mature people or compelling direction can equally disable things too – otherwise there would be no need for Agile coaches!)

While I am happy to be proven wrong, what I currently feel certain about is this: When resolution is needed to complex issues between teams and stakeholders, face to face is the predominant method used. Thus the superficial answer to the question is no – virtual teams cannot replace old fashioned communications culture. But, with awareness of Hackmans’s conditions and proactive management of those conditions, I think it can.

Anyway, I think the question is not the question that should be asked. Instead I would be ask: “what do we need to do to create the right conditions for the team to make this new product line a success?”

Invited comment from David Price (Debategraph-founder, UK)

What are the greatest challenges of working with distributed teams?

Every team is distributed to a greater or lesser degree; it’s just that we notice the dimensions and degrees of distribution less when we spend more time in close physical proximity to each other.

So, in a sense, the greatest challenges of working with distributed teams are the challenges of working with teams:

(1) The need for all members of the team to be comfortable and confident in their own identity, the identity of their role within the team; their identity as a team; the identity of the team’s goals and mission, and the identity of the context in which the team’s work is occurring.

(2) As the identities in (1) are dynamic and interrelated, the need to establish a communication context in which the flow of emerging tensions and ambiguities is surfaced, considered, and addressed constructively, transparently, quickly and effectively – and in which each participant feels that their contribution is heard and valued.
Trust – in each other and in the process – is fundamental to this and has to be cultivated consciously from the outset and sustained continuously throughout the team’s life. It’s the bond that coheres no matter the distance: and a bond that’s all too easy to break.

Please let us know what you think about this case! Paste your comments below.




Rente mit 63?

Am Wochenende in der Berliner Zeitung: Ein Pro und Contra zum Thema Rente mit 63. IG Metall Vorstand Hans-J. Urban tritt an gegen Oliver Zander vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Wir haben die Debatte auf eine Argument Map übertragen (Bild klicken für größere Ansicht):

Die Karte zeigt: Meinungsverschiedenheiten gibt es weniger bei den Fakten. Über die Höhe der wirtschaftlichen Mehrbelastung herrscht weitgehende Einigkeit. Dass die Rente mit 63 dazu führen würde, dass die deutsche Wirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig wäre, wird mit keinem Argument belegt oder auch nur ernsthaft behauptet.

Große Meinungsverschiedenheiten gibt es allerdings in Bezug auf die Auslegung des Fairnessgebotes. Ist es „fair“, wenn hart schuftende Arbeitnehmer, die länger als andere in die Rentenkassen einzahlen, zum Ausgleich dafür das Bonbon der Rente mit 63 erhalten? Oder heißt „Fairness“ vor allem Solidarität – was bedeuten würde, dass ein früheres Rentenalter vor allem denjenigen zu Gute kommen soll, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können?

Ein weiterer Streitpunkt: Generationengerechtigkeit. Hier allerdings, so zeigt die Map, fehlt es vor allem an Daten und Fakten.




Bücher-Battle bei Böll

„Bücher-Battle“: das ist der etwas martialiche Name für neues Veranstaltungsformat der Heinrich Böll-Stiftung. Vergangenen Freitag fing es unter dem Motto „Effizienz vs. Suffizienz“ um eine ‚Schlacht‘ zwischen den Büchern beziehungsweise Autoren Marcus Franken (Bericht aus der Zukunft) und Angelika Zahrnt (Damit gutes Leben einfacher wird).

Der Ablauf: Jeder der beiden Kämpfer erhält zu Anfang 15 Minuten Redezeit, in der er für die Hauptthesen seines Buches werben kann. Die Reihenfolge der Redner wird ausgelost. Danach findet eine Blitzumfrage im Publikum statt („wer tendiert zu Marcus Franken, wer zu Angelika Zahrnt?“)

Anschließend stellt eine Jury Fragen an die beiden Kontrahenten. In der Battle Effizenz vs. Suffizienz setzte sich diese Jury zusammen aus der Journalisten Christiane Grefe (Die Zeit), dem Journalisten und Buchautor Christian Schwägerl, dem vormaligen Abgeordnetem Hermann Otto und der Heinrich Böll Stiftung-Stipendiatin Antonia Bartning.In einer Abschlussrunde erhalten Teilnehmer aus dem Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Jury schreitet gegebenfalls ein, falls einer der beiden Kontrahenten seinen Anteil an Redezeit zu überschreiten droht.

Ganz am Ende kommt noch einmal die Frage auf den Tisch: Wer ist nun, da die Argumente ausgetauscht wurden, für den einen, wer für den anderen Kandidaten? Zunächst geben die Jurymitglieder ihre Stimmen ab. Dann, noch einmal, das Publikum.

Wie gut funktionert das neue Format? Als Verfahren, um Themen aufzureißen und Problemhorizonte abzuschreiten: Großartig. Durch den festgelegten Ablaufplan und die begrenzten Redezeiten kommt sehr viel Dynamik in Spiel als in einer ungeordneten Diskussion. Hoher Unterhaltungswert.  Auf der anderen Seite: nach Situationen, wo unter dem Motto „Effizienz vs. Suffizienz“ wirklich Thesen mit eindeutig kontroversem Charakter zu finden sind, musste man im Verlaufe der zweistündigen Veranstaltung schon sehr genau Ausschau halten. Die genaue Herausarbeitung von Konfliktlinien ging im Spiel zwischen den vielen möglichen Ebenen und Aspekten leicht unter.

Dass dies, alles in allem betrachtet, nicht unbedingt ein Manko ist, zeigte die Abschlussrunde. Hatten zuvor die meisten Mitglieder der Jury sehr lobende Worte für das insgesamt sehr detaillierte Buch von Marcus Franken gefunden (im Vergleich mit dem Zahrnt’s Damit gutes Leben einfacher wird geradezu inhaltsleer daherzukommen schien) und auch mit der Skepsis gegenüber freiwilliger Umwelt-Ethik sympathisiert, vergaben sie doch mehr Punkte an Zahrnt. Der Grund: Der Eindruck, den Damit gutes Leben einfacher wird beim Leser hinterlässt, der Stachel, den es hinterlässt, schien den Juroren unterm Strich relevanter zu sein als die im Detail zutreffenden Fallbeispiele und Argumente des Bericht aus der Zukunft. Dieses Resultat spiegelte sich auch in den Ergebnissen der Teilnehmerbefragung wieder.

Der Einwand liegt nahe: Hier sind Ebenen vermengt worden! Schließlich ist die Beurteilung von Argumenten auf ihre Triftigkeit hin etwas anderes als die Bewertung des Stimulus-Effektes von Texten. Andererseits: unterm-Strich-Relevanz ist durchaus eine Dimension, auf die es ankommt. Und zumindest diese Dimension wurde durch das Verfahren der Bücher-Battle auch deutlich herausgefiltert. Dies zeigen auch die Befragungsergebnisse: die zweite Runde der Teilnehmerabstimmung ging 94:52 für Zahrnt aus. In der ersten Runde hatte es noch eine deutliche Mehrheit für Franken gegeben.




Debattenschau 23. November 2013

Netopia.eu hat einen Report über die Herausforderungen veröffentlicht, die sich dem Urheberrecht künftig in Bezug auf 3-D Drucker stellen werden.

Fahrverbot für Kleinkriminelle? Der Richterbrund kritisiert die Pläne der neuen Koalition. Auf SpOn.

Warum sind autonome Killerroboter schlimmer als tötende Menschen? Eine Kampagne für das Verbot von autonomen Waffensystemen hat erreicht, dass die Vereinten Nationen sich des Thema annehmen. Auf TP.

Warum Gesetze zur Einschränkung des Limonade-Konsums (in den USA) aus wissenschaftlicher Sicht gerechtfertigt sind. Auf Wired.

Willensfreiheit: Große Debatte. Muss unser Verständnis von Moral, Ethik und Schuld neu definiert werden? Welche Rolle spielen die Neurowissenschaften in unserer Kultur und Gesellschaft? Sind sie zu einer modernen Leitwissenschaft geworden? Welche Lehren können wir aus der historischen Entwicklung der Strafjustiz ziehen? Bedarf es einer Reform des Strafrechts auf der Grundlage neurologischer Befunde? Dürfen Auffälligkeiten präventiv korrigiert werden? Am 26. November in den Baseler Höfen in Hamburg (19 Uhr).

Eine moralische Kontroverse über eine ferngesteuerte Schabe. Auf Heise.

Warum gibt es in Deutschland so wenig Proteste gegen Überwachung durch NSA & Co.? Eine Twitterlese von Kai Bierman auf ZeitOnline.

Debatte im SWR2-Forum: Welche Zukunft hat das Radio?

The Nation macht ein Themenheft über „Marijuana Wars„.

Die Digitale Gesellschaft veröffentlicht eine Stellungnahme zur Netzneutralität.

Vier Klimaforscher für die Kernkraft: Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology, James Hansen vom Columbia University Earth Institute, Ken Caldeira vom Department of Global Ecology von der Washingtoner Carnegie Institution of Science und Tom Wigley von der University of Adelaide rechnen vor, dass der Klimawandel ohne den vermehrten Einsatz von Kernkraft nicht zu stoppen ist. Auf TP.

Glyphosat, zweite Runde. Die Kritiker des BUND sind selbst in die Kritik gekommen. Kai Kupferschmidt auf Tagesspiegel und ZeitOnline.

Privacy. Debatte auf Helmholtz.de: Zwei unterschiedliche Blickwinkel zur digitalen Datensicherheit in Zeiten von PRISM, Tempora & Co: Kryptographie könnte eine Lösung sein versus Ein wirkungsvoller Datenschutz ist utopisch

Überbevölkerung: Liegt die Zukunft für den Planeten in der Geburtenbeschränkung? Eine Diskussion zu Alan Weismans Buch „Countdown“ auf Orion Magazine.

Sollte man Snowden nach Berlin holen? (14. November)

Eine Verteidigung. Paul Redding im Guardian: Philosophie ist nicht unnütz. Wir brauchen sie, um die Welt zu verstehen.

Mother Jones bringt ein Themenhaft zu Privacy.

Streit um die Pille danach. Kann sie ohne ethische Bedenken verschrieben und geschluckt werden? Auf faz.net.

Bio-Sicherheit. Biologen basteln an Keimen, die extrem gefährlich sind. Soll man das verbieten? Der Völkerrrechtler Rüdiger Wolfrum im Gespräch mit Volker Stollorz. Auf faz.net.

Die „Über-Akademisierung der Berufswelt“ ist ein Märchen. Warum alle studieren sollten: auf TP.

Im Chronicle of Higher Education:

Die Wirtschaft braucht nicht noch mehr Hochschulabsolventen!

Wissenschaftskommunikation:

What people perceive as a threat is a function of their worldview.

Mit Anleitungs-Chart. Auf New Republic.

Warum die Öffentlichkeit nicht für die Wissenschaft bezahlen sollte. Von Terence Kealey auf Cato Unbound.

Wissenschaftler glauben gern, dass die Forschung sich im Trial and Error-Verfahren auf lange Sicht selbst korrigiert. Die könnte ein Irrtum sein, meint der Economist.

Die psychologische Theorie des Situationismus geht davon aus, dass menschliches Verhalten mehr durch die konkreten Umstände beinflusst wird als durch individuellen Charakter. Angenommen, dies träfe zu: Müssten wir dann unsere Vorstellungen von moralischer Zurechnungsfähigkeit grundlegend revidieren? David O. Brik in Social Philosophy & Policy (und auf SSRN).




Google Glas: Was ist das Problem mit der „Datenbrille“?

Vor kurzem im SWR2-Forum (kann im Audioarchiv immer noch nachgehört werden):

Wenn das Auge online geht. Die schöne neue Welt der Datenbrille

Eine Diskussion mit:

  • Anke Domscheit Berg (Datenschutzaktivistin, Vorsitzende des Landesverbandes der Piratenpartei in Brandenburg)
  • Prof. Dr. Karin Harasser (Kulturwissenschaftlerin, Kunstuniversität Linz)
  • Prof. Dr. Paul Lukowicz (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Kaiserslautern)
  • Gesprächsleitung: Christoph König

Hier eine Dialogue-Map von einem Ausschnitt der Diskussion (Bild klicken für größere Ansicht in separatem Fenster):

Als Argument rekonstruiert (Bild klicken für größere Ansicht in separatem Fenster):

Grün: Alle Elemente, welche die Ausgangsthese stützen. Rot: Elemente, die gegen die Ausgangsthese sprechen. Die Markierungen Plus und Minus beziehen sich auf das jeweils unmittelbar vorhergende Element (Plus: Pro; Minus: Contra).

Die Rekonstruktion zeigt: Damit die Datenbrille zum Problem wird, muss zweierlei gegeben sein: (a) Nutzer verwenden die Datenbrille tatsächlich dazu, noch mehr Bild- und Tonaufnahmen anzufertigen und auf Internet-Server hochzuladen als sie dies ohnehin tun (b) Die Konzentration der Daten bei dem Unternehmen Google ermöglicht ein besonderes Potenzial der Überwachung Mit anderen Worten: problematisch ist weniger die Technik der Datenbrille als solche – sondern die Koppelung des Produktes mit der Vormachtstellung und den Daten-Analysemöglichkeiten eines Unternehmens wie Google. Dieser Punkt war in der SWR2-Diskussion, wo vor allem die Befürchtung heimlicher Ton- und Bildaufnahmen geäußert wurde, nicht so recht deutlich geworden.




Debattenschau vom 29.10.2013

Überwachung:

We Need an Invasive NSA

titelt Jack Goldsmith auf den Seiten der New Republic.

Wem nutzt, wem schadet eine Große Koalition im Bund? Debatte im DRadio mit Bettina Gaus, Prof. Everhard Holtmann und Gregor Mayntz (25.10.).

Vor der Wahl: Die NZZ kritisiert den erklärten Wahlboykott führender Intellektueller (13.09.).

Pro und Contra Fünf-Prozent-Hürde. bpb.

Nach der Niederlage der Piraten erklären ihre Anhänger die Bundestagswahl zur Niederlage für die Netzpolitik. Opinion-Club meint:

Das wäre ein Fehler. Tatsächlich müssen sie endlich anfangen, die PR-Strategien der anderen Parteien zu studieren

und verrät Tricks.

Debatte um Kießlings Tor gegen Hoffenheim: Die Torlinientechnik im Fussball ist wieder im Gespräch. In der SZ.

Bildung und Wissenschaft: Der Soziologie Richard Münch kritisiert im Interview mit DRadio, dass Unis heute wie Unternehmen agieren – mit allem ökonomischem Druck.  „Akademischer Kapitalismus„!

Bezahlung nach Leistung für Lehrer

fordert Arne Ulbricht in der SZ vom 18.09.

Im SWR2-Forum: Das Pisa-Diktat. Lässt sich Bildung wirklich messen?

Affirmative Action: Ist diversity auf dem Uni-Campus ein Zeil, welches sich zu verfolgen lohnt? USA Today.

Wie man dem College Diploma zu neuer Anerkennung und Relevanz verhelfen könnte. Auf New Republic.

Rankism: How Academia Lost Its Way. Auf Foreign Affairs.

Rechte und Linke mögen: Home-Schooling. Ein akademischer Bericht von James Aber.

Wie könnte sich Deutschland zu einer gerechteren Bildungsrepublik entwickeln? TP-Interview mit dem Grundschulpädagogen Hans Brügelmann.

Warum ist das College so teuer geworden? Im Becker-Posner Blog.

Im Kommentar des Chronicle for Higher Education:

For Public Colleges, the Best Tuition is No Tuition

Julian Nida-Rümelin, Zeit-Bildungsphilosoph, erklärt im Interview, warum er für bedenklich hält, wenn immer mehr Leute studieren:

„Wir wracken das duale System ab“

Warum „Erziehung“ und „Schulung“ zwei paar Schuhe sind. Und was daraus für die Bildungspolitik folgt. Auf NYT „Economix„.

Frühkindliche Bildung: Von welchem Alter an sollte ein Kind die Kita besuchen? Welche Wirkungen haben in dem Zusammenhang Instrumente wie das Betreuungsgeld? Und: Ist es eigentlich zulässig, die frühkindliche Bildung schon unter dem Verwertungsaspekt zu betrachten? Alles Fragen für Fokus@Helmholtz (in der analogen Welt am 16.10. in Berlin).

Geisteswissenschaftler zu werden ist auch nicht irrationaler, als eine Karriere als Journalist anzustreben – meint Heather Horn in The Atlantic. (Viele der 242 Kommentare sehen das anders.)

Ein Medienexperiment:

Was sind Remixes und Mashups? Warum stehen sie im Konflikt mit dem Urheberrecht? Ist wirklich alles ein Remix? Und was hat das mit geistigem Eigentum, Originalität und dem Begriff des Autors zu tun?

Mehr darüber im Radio-Feature </pasted>.

Alternativmedizin: Alles Käse. Dazu ein großartiges Video. Mitgeteilt von Slate.

Blutrosen: Blumen werden unter ähnlichen Bedingungen produziert wie Billig-Textilien in Bangladesh. Sollte man sie besser nicht kaufen? Prabhakar Singh, National University of Singapore, rollt den Fall auf.

In der SZ fordert Drehbuchautor Fred Breinersdorfer: Verschenkt meine Filme!  Mit dem Zusatz:

Das wäre dann eine nicht exklusive Konzession für jedermann, jeden beliebigen Film ins Netz zu stellen und damit Geld zu verdienen – allerdings mit einem wichtigen Zusatz: mit der Verpflichtung, die Rechteinhaber und Urheber angemessen am Umsatz zu beteiligen.

Martin Moskiwicz hält das in seinem Gegenbeitrag (nicht online zugänglich) für keine gute Idee. Hier die Kurzfassung auf der Seite der Produzenten-Allianz.

Die Medien und die leidige Frage der Ökonomie:

Auch das schärfste Urheberrecht würde den Verlagen nicht helfen

meint Wolfgang Blau.

Die VG Wort und die Rechte der Autoren. Wolfang Michal auf CARTA über den aktuellen Streit.

Die Zeitschrift „Science“ polemisiert gegen Open Access. Bernd Schuh hält im Deutschlandfunk dagegen.

Maschinen-Ethik. The Magazine meint:

We can be responsible for machines.

Fracking: Chance oder Risiko? Fastforward-Finalist und Informationsdesigner Philipp Dettmer auf Youtube.

Tebartz-van Elst. Sollten die Kirchen ihre Vermögensverhältnisse offenlegen? Im DRadio Nachtgespräch (21.10.)

Wolf Lotter hat ein neues Buch geschrieben: Zivilkapitalismus.Soll heißen: dass

dass die Freiheiten der Bürger in einer offenen Gesellschaft durch selbstständiges ökonomisches Handeln abgesichert werden

chanceX rezensiert. Und die Wiener Zeitung auch.

Mindestlohn: Wie Walmart das Problem mit der sozialen Ungleichheit lösen könnte. Ein Vorschlag von Michael Kinsley auf New Republic:

Why not create a label symbol indicating that the product you are about to buy is “poverty-free”—i.e., no American involved in making it or getting it to you makes less than $12.50 an hour?

Der Hintergrund:

According to a study two years ago by scholars at the University of California at Berkley and City University of New York, the average Walmart customer spends about $1,200 a year there. … Even if the entire cost of a wage increase (to $12…) were passed on to customers, the cost to an average customer would be just more than 1 percent, or $12.50 a year.

Zum gleichen Thema: „Inequality is a Choice“. Joseph Stiglitz in der NYT.

Der Pacific Standard sieht in sozialer Ungleichheit auch Vorteile.

Immer im Stress: Manager klagen über Belastungen – und betonen gern, dass diese ihre hohen Gehälter rechtfertigen. Der Scientific American zeigt, warum das kaum stimmen kann.

In Deutschländ fordert DIW-Präsident Jasper Barenberg neue Regelungen zu Werkverträgen und Minijobs, ist aber skeptisch hinsichtlich eines Mindestlohns. Im DRadio.

Frithjof Bergmann im Interview mit dem European:

Vollbeschäftigung ist lächerlich

Wie der Feminismus zum Handlanger des Kapitalismus wurde. Nancy Fraser im Guardian.

Am 3. November findet eine Berlin eine Volksabstimmung statt, in der es um erste Schritte auf dem Weg zur Rekommunalisierung der Energieversorgung geht. Der Autor und Energieexperte Peter Becker nimmt dazu im DRadio Stellung.

Umwelt- und Sozialverbände stellten eine gemeinsame Charta zur sozial gerechten Energiewende vor. Die Leipziger Internet Zeitung berichtet.

BDI-Faktencheck:

Energiewende? Ja – aber richtig.

Peter Bofinger erklärt auf Spon die Öko-Quote bei den erneuerbaren Energien für einen Irrweg.

Das Magazin Popular Science hat sein Kommentarforum geschlossen. Zu viel Quatsch – den, wie die Magazinmacher glauben, die Leser am Ende auch noch glauben. Die NYT kommentiert.

Zur Freisetzung gentechnisch veränderter Fliegen in Spanien und Italien berichtet Testbiotech (auf deren Seiten sich auch eine Replik über den vor kurzem in der SZ erschienen Beitrag „Schluss mit der Scheindebatte“ zu lesen ist. Dort wurde behauptet, dass der Begriff „Grüne Gentechnik“ nicht ausreichend definiert sei, um als Abgrenzung gegenüber konventionellen Züchtungsverfahren zu dienen.

Freiheit & Sicherheit & die große NSA Affäre. Bryce Clayton Newell von der Information School der University of Washington hat einen Ausatz zum Thema veröffentlicht: The Massive Metadata Machine: Liberty, Power, and Secret Mass Surveillance in the U.S. and Europe

Warum der Popsocialscience-Autor Malcolm Gladwell (a) einflussreich ist und (b) ein echter Schaden für die Medienöffentlichkeit. Christopher Chabris im Blog.

Macht der Klimawandel Pause? Im SWR2-Forum. Und auf TP.

Björn Schwentker bloggt über den Medien-Hype demografischer Wandel & seine Folgen:  „Demografisierung statt Wahrheit“.

Fleisch essen: Kann auch tieretischen Aspekten eine Option sein, die dem Vegetarismus vorzuziehen ist. George Dvorsky: How to be an ethical carnivore. Auf io9.com

Halalfleisch: Immer mehr Metzgereien in Deutschland stellen sich auf Muslime als Kundschaft ein und bieten Fleisch von geschächteten Tieren an. Keine gute Idee, findet Twister auf TP.

Lampedusa: BBC Moral Maze macht sich Gedanken über: Migration.

In der Diskussion auf Practical Ethics: Björn Lomborgs neues Buch How Much have Global Problems Cost the World?

Ebenfalls auf TP: Eine Skizze einer einer philosophischen Ethik der Tierrechte.

Der Fachkräftemangel ist eine Medienlegende – behauptet Hans Rieveler auf TP.

Finanzpolitik: Warum Transparenz für die US-Central Bank überschätzt wird. Symposium magazine.

Transparenz macht einen entscheidenden Unterschied in der Psychologie. Cass Sunstein und Kollegen präsentieren neue wissenschaftliche Befunde.

Risiko Hochfrequenzhandel: im FAZ-Feuilleton:

Die elektronische Parallelwelt birgt auch das Risiko, ganze Volkswirtschaften in die Krise zu stürzen.

Wieder im Gespräch: Cannabis. Auf den Debattenseiten des Economist.

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) hat ein Positionspapier zur Organtransplantation beschlossen. Darin schließt sich der Dachverband der Frauenverbände in der evangelischen Kirche der zunehmenden Kritik am Hirntodkonzept an, das der Transplantationsmedizin in Deutschland zugrunde liegt. „Hirntote Menschen sind keine Leichen, sondern Sterbende“, sagt Ilse Falk, EFiD-Vorsitzende und ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion.

Telepolis berichtete über die Beratungen des EU-Parlaments zur neuen Datenschutzverordnung.

Drogenpolitik: In Berlin hat unbemerkt ein Arzt begonnen, Heroin an Junkies zu spritzen. Eine unpopuläre Maßnahme, die aber vollkommen richtig ist – meint der Opinion Club.

 

 

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Debattenschau 09. September 2013

Syrien:

  • Die fünf klügsten Argumente für einen Militärschlag. Auf der Washingtonpost.
  • Die vier beängstigsten Argumente für eine Attacke. Alternet.
  • 10 Dinge, die schiefgehen könnten, wenn die USA angreifen würden. Ezra Klein auf Wonkblog.
  • Für und Wider: Washingtonpost.
  • SWR2-Forum: Militärschlag ins Ungewisse
  • Können militärische Interventionen die Anzahl von zivilen Todesopfern reduzieren? The Monkey Cage.
  • Für und gegen eine Rechtfertigung eines Angriffes: Normblog.
  • Ein Dossier im Bookforum

E-Zigaretten: Einstiegsdroge für Tabak? Auf TP.

Die Bertelsmann-Studie zur Finanzmisere der Kommunen hat für Diskussionen und Widerspruch gesorgt.

„Den meisten Kommunen geht es gut“

kommentiert Gerhard Schröder im DFunk.

DRadio: Über die Bildungsmisere an den deutschen Hochschulen – und neue Formen des Lehrens.

Fachkräftemangel in Deutschland. Warum finden Migrantenkinder trotzdem keine Jobs? DRadio.

Energetische Gebäudesanierung als Ursache kommender Armut? TP.

Die Wissenschaft. Von wegen nützlich: bloß ein bourgeois Zeitvertreib! meint The Ümlaut.

Jutta Almendiger ist dafür, Hausaufgaben abzuschaffen. Auf DRadio.

Ist der „Workaholic“ wirklich ein echtes Krankheitsbild? Auf The Atlantic.

Im Kanzlerduell: Steinbrück prangert den unverhältnismäßig hohen Anstieg der Beamtenpensionen an. Zu Rech, meint Maike Rademaker im Opinion Club.

TP: Wahlpflicht für Erstwähler! DFunk (28.08.): Wählen ab 16?

Warum niemand sich über den Überwachungsstaat aufregt. David Rieff auf ForeignPolicy.

Brauchen wir, wie die Grünen meinen, ein zentrales Energieministerium zur Rettung der Energiewende? Auf TP.

Symposium Magazin fragt:

What produces better students – reading in print or reading on-line?

Die Zeit liefert einen saftigen Verriss der „Bildungs-Propheten“ und Precht und Hüther.

Ist die Eurokrise überstanden? SWR2-Forum.

Wie man „Wohlfahrt“ auf wirklich neutrale Weise messen kann, verrät Cass Sunstein in einem neuen Paper.

Steve Ballmer verlässt Microsoft. Macht nichts. Denn: „Der Chef ist eigentlich egal„, so der Opionion Club:

„Gerade die IT-Branche zeigt, wie wenig Chef und Geschäft miteinander zu tun haben.“

Sind Drohnen „Todesautomaten“? – Eine Diskussion über ethische Herausforderungen
moderner Kriegsführung am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Uni Frankfurt/M (05.09., DFunk)

Vitaminzusätze: Helfen nichts. Ein Mythos! Warum glauben wir trotzdem, dass wir sie benötigen? Auf The Atlantic.

Wie digitaler Aktivismus uns mehr verführt, als dass er uns neue Kräfte verleiht. Auf Distilled.

Ein Vorschlag zur Schulreform: Weniger Allgemeinwissen. Mehr in die Tiefe! Umsonst-E-Book des Monats bei der University of Chicago Press: Learning in Depth: A Simple Innovation That Can Transform Schooling by Kieran Egan.

Im Digitalen Salon: Brauchen wir eine Roberethik?

Familienpolitik: Weg mit dem Ehegatten-Splitting. Im Opinion Club.

Die Zukunft der Arbeit: Wer wird von den neuen Trends profitieren? Tyler Cowen im NYT Opinionator. (Mehr als 300 Kommentare.)

Die Welt zum Thema Organspende: Die Transplantationsmedizin braucht ein externes Kontrollsystem!

Der Berliner Senat will bei Freien Schulen sparen. Große Debatte zwischen  „Contra Privatschulen“ und „Pro freie Schulen“. Im Tagesspiegel.

BloggingheadsTV über „The CIA’s newest contractor: Amazon“.

Selbstständig glücklicher? IZA-Paper: “Romanticizing Penniless Entrepreneurs?” The Relationship between Start-Ups and Human Wellbeing across Countries.

Biodiesel (E-10) treibt nach einer neuen Studie von „Friends of the Earth“ den Verbrauch an Palmöl in die Höhe – was wieder zur Abholzung von Regenwäldern führt. Stimmt’s? Auf Spon.

11. September, alternative Theorien revisited: Neue Indizien legen nahe, dass die Attentäter keinen Selbstmordanschlag planten, sondern ein ganz gewöhnliches Kidnapping. (Alles andere wurde von den Behörden hinzuerfunden.) Auf TP.

Auf Wonkblog: eine zehnteilige Serie über Studiengebühren in den USA (von Dylan Matthews).  Warum sie so hoch sind. Und was die Politik tun könnte, um dem weiteren Anstieg der Gebühren entgegen zu wirken. Hier ist der Schlusssatz:

If lawmakers, especially at the state level, continue to be in the dark about the value of higher education funding, it stands to reason that they will continue to cut funding in favor of programs like Medicaid or police departments that have an easier to observe impact. Without better data, there’s no way to defend the contribution that college makes to our economy and our society, and no way to make that benefit cheaper for those who need it.

Warum also sollte der Staat die Hochschulausbildung finanzieren? Was ist der wirtschaftliche Nutzen? Christina Paxson hat dazu auf The New Republic zwar auch keine Daten, aber zumindest einige Überlegungen: The Economic Case for Saving the Humanities.

Malcolm Gladewell: Wird der Thought-Leader trotz seiner Popularität intellektuell unterbewertet?